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Mittwoch, 23. November 2022

Auch soziale Kompetenzen zählen!

Vielleicht habt ihr schon von IKMplus gehört. Dieses mysteriöse Kürzel steht für „individuelle Kompetenzmessung“ und bezeichnet standardisierte Tests über Grundfertigkeiten, etwa in Deutsch oder Mathe. Solche Tests werden NICHT benotet, und dürfen auch nicht ins Zeugnis der Kinder einfließen. Sie dienen der Analyse und dem Leistungsvergleich – zwischen Österreich und anderen Ländern, zwischen verschiedenen Schulstandorten, zwischen einem Kind und dem Durchschnitt seiner Alterskohorte. Mit dem Ziel: zu erfahren, welcher Unterricht erfolgreich ist, welche Faktoren sich auf die Leistungen von Schüler:innen auswirken. 

Bildungspolitik auf der Grundlage von wissenschaftlicher Evidenz zu machen, finden wir grundsätzlich richtig (solange das nicht in Test-Fetischismus ausartet). Auch für die Erstellung von individuellen Förderplänen sind solche Tests wichtig. 

Allerdings gibt es aus unserer Sicht wichtige Kompetenzen, die sich nicht mit reinen Wissenstests abfragen lassen: Soziale Kompetenz etwa; die Fähigkeit, Probleme zu lösen; Kreativität; Selbstreflexion; Ausdauer; oder Lernmotivation. Genau diese „überfachlichen“ Faktoren spielen aber oft eine entscheidende Rolle für die weitere Bildungsbiographie.

Künftig sollen auch genau diese Faktoren in die Kompetenzmessung einfließen. Pädagog:innen werden dafür geschult und bekommen spezielle Unterlagen zur Verfügung gestellt – wie sie etwa in Hamburger Schulen seit Jahren erfolgreich eingesetzt werden. Die pädagogische Einschätzung der „überfachlichen Kompetenzen“ eines Kindes soll dann gemeinsam mit Kindern und Eltern besprochen werden, und die Grundlage für individuelle Förderpläne sein. Besonderen Begabungen kann man hier ebenso auf die Spur kommen, wie Schwierigkeiten in speziellen Bereichen. 

Uns ist bewusst, dass so ein neues Instrument Ängste und Misstrauen auslösen kann – und dass es eine Weile dauern kann, bis sich neue Methoden etablieren. Deswegen darf die Einschätzung der „überfachlichen Kompetenzen“ nur mit Einverständnis der Eltern erfolgen; und wird in den nächsten zwei Jahren vorerst nur auf freiwilliger Basis stattfinden.

Wir glauben jedoch, dass es sich langfristig im Schulalltag durchsetzt, und dazu führt, dass Kinder ganzheitlicher gesehen werden. Und ihre Entwicklungsmöglichkeiten besser zur Geltung kommen, als es durch Leistungsmessungen und Noten möglich ist!

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