Im Windschatten der Corona-Krise hat sich die Zahl der Schulabmeldungen beinahe verdoppelt. 7500 Kinder wurden von ihren Eltern zu Beginn dieses Schuljahrs zum häuslichen Unterricht abgemeldet. Die Motive dafür sollen in einer Studie erhoben werden. Traditionelle "Freilerner" folgten meist einem alternativen Lernkonzept, oder besuchten Alternativschulen mit speziellen pädagogischen Methoden. Bei vielen der "neuen" Abmeldungen hingegen dürfte Corona der Auslöser sein: Entweder ist es die Angst vor der Krankheit; oder die Ablehung von Tests, Masken und Impfungen; oder eine generelle Ablehung des Staates und des staatlichen Schulsystems.
Es ist sehr wichtig, dass uns diese Kinder nicht "verloren gehen". Dass sie ihr Recht auf Bildung erhalten, und nicht in Isolation oder Parallelgesellschaften abgleiten. Deswegen haben wir im Nationalrat neue Regeln für die häuslichen Unterricht beschlossen:
Es war nicht leicht, bei diesem Thema die richtige Balance zu finden. Zwischen dem Erziehungsrecht der Eltern, und dem Recht der Kinder auf Bildung und soziale Beziehungen. Es ist wichtig, die Gräben nicht weiter aufzureißen, sondern die Hand auszustrecken - auch zu jenen Familien, die staatlichen Institutionen nicht mehr vertrauen.
Häuslicher Unterricht ist eine große Herausforderung. Wer draufkommt, dass es doch nicht zu schaffen ist, dem steht die Tür in die Schule jederzeit offen!
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